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Quicktipp: Motive wie eine Kamera ’sehen’

Dass es zwischen der Wahrnehmung eines Motivs durch unser Auge und der Aufnahme durch die Kamera einen großen Unterschied gibt, sieht man spätestens dann, wenn man sich seine Bilder am Bildschirm ansieht. Das hängt damit zusammen, dass unser Auge nicht wie ein Objektiv funktioniert, und das, obwohl Auge und Objektiv sehr viel gemeinsam haben. Beide besitzen z.B. eine Blende (Iris), allerdings kann das Auge die Blende blitzschnell schließen und wieder öffnen, um so auf etwaige Änderungen der Lichtverhältnisse zu reagieren. So kann unser Auge Motive mit hohem Kontrastumfang besser verarbeiten als eine Kamera, da wir selbst in den tiefsten Schatten und in den spitzesten Lichtern (scheinbar) gleichzeitig noch Details erkennen können, während die Kamera z.B. die Schatten nur als dunkle Flächen darstellt.

Tipp

Um nun ein Motiv so zu sehen wie Eure Kamera, kneift das nächste Mal vor der Aufnahme einfach mal die Augen zusammen und betrachtet Euer Motiv nochmal. Natürlich ist das nur eine Annäherung an das, was die Kamera in diesem Moment ‘sehen’ würde. Allerdings hilft dieser kleine Trick dabei, die Lichtverteilung besser einzuschätzen und schon vorher evtl. problematische Motivteile zu erkennen. So könnt Ihr beispielsweise zu dunkle Stellen im Bild erkennen und Gegenmaßnahmen einleiten, z.B. durch den Einsatz von Blitzlicht oder Reflektoren.