Dies ist der zweite Teil meiner RAW-Workflow-Reihe. Im ersten Teil ging es um den Import von RAW-Daten bzw. um eine sinnvolle Dateibenennung. Wer diese erste Hürde gemeistert hat, der steht meistens vor einem großen Haufen unbearbeiteter Bilder. Um schnell Ordnung zu schaffen bzw. eine endgültige Favoritenauswahl festzulegen, hat sich bei mir folgende Methode als nützlich erwiesen:
Notiz am Rand: ich verwende Apple’s Aperture, der hier gezeigte Weg funktioniert aber in Lightroom oder Bridge ähnlich.
- Im Schnell(!)durchlauf markiere ich alle Bilder als “abgelehnt”, die eine der folgende Eingenschaften haben: schlecht belichtet, unscharf, Motiv überhaupt nicht ansprechend. Diese Bilder lösche ich sofort.
- Anschließend gehe ich die Bilder nochmal durch, etwas langsamer. Diesmal bewerte ich alle Bilder, die ich einer weiteren Prüfung unterziehen will mit einem Stern. Das sind die Bilder, die mich “motivisch” ansprechen.
- Danach lasse ich mir meine 1-Stern-Auswahl anzeigen. Jetzt vergleiche ich die Bilder, die sehr ähnlich sind, direkt miteinander und vergebe für meinen jeweiligen Favoriten 2 Sterne.
- Schritt Nr. 3 wiederhole ich gegebenenfalls und vergebe immer einen Stern mehr – so lange, bis ich meiner Meinung nach eine gute Auswahl unterschiedlicher Motive zusammengestellt habe.
- Manchmal, vorallem bei großen Bildermengen, hilft es, sich von bestimmten Motivgruppen (z.B. alle Bilder vor einem bestimmten Hintergrund) eine Sammlung zu erstellen (in Lightroom: Sammlung, in Aperture: Album). Damit behält man den Überblick.
Dieses Verfahren funktioniert bei mir sehr gut. Man muss sich allerdings dazu zwingen, am Anfang wirklich sehr schnell die schlechten Bilder auszusortieren. Hier darf man nicht zögerlich mit seinen Bildern umgehen, was schlecht ist, fliegt raus! Auch wenn es manchmal wehtut, Bilder zu löschen. Wer sich garnicht sicher ist, kann die Bilder natürlich auch behalten und als abgelehnt ausblenden. Allerdings werden es Euch Eure Festplatten danken, wenn Ihr zu Anfang etwas Platz schafft.
Wenn die Bildauswahl steht, dann geht es ans Entwickeln. Dazu mehr im nächsten Teil.
Der nächste Schritt ist sehr wichtig (vielleicht einer der Wichtigsten): Das Einlesen der Bilder. Unabhängig davon ob Ihr Lightroom, Aperture oder einen anderen RAW-Konverter benutzt, solltet Ihr Euch ein System zur Archivierung und Benennung der Bilder überlegen, in dem Ihr Eure Bilder schnell wieder findet. In meinem Fall haben sich folgende Schritte bewährt:





