Assistenz – die Zweite!

Nachdem ich erst kürzlich einen Artikel zum Thema Assistenz geschrieben habe, stand auch schon der nächste Assistenzjob vor der Tür. Diesmal ging es auch um Bilder, um bewegte Bilder genauer gesagt.

Mein treuer Freund und Kollege Chris hat in den vergangenen Tagen die Abschlussarbeit für sein Filmstudium gedreht. Dabei ging es um ein Musikvideo für die Band “Stahl”. Da ich vorher noch nie bei einer solchen Produktion mitgewirkt hatte, gab es auch diesmal viel zu lernen.

Das erste, was man beim Aufbau eines Filmsets lernt: Organisation ist die halbe Miete – Improvisation ist die andere Hälfte! Ein Umstand, der vielen Fotografen sicherlich bekannt vorkommen dürfte. Ich habe manchmal das Gefühl, das Projekte ab einem bestimmten Umfang einfach von Natur aus nicht glatt laufen können. Defekte Kabel, Lampen, die durchbrennen, und logistische Stolpersteine sind nur einige der Faktoren, die bei einem solchen Vorhaben in die Hose gehen können.

Ein Filmdreh hat viel mit einem Fotoshooting gemeinsam: Location finden, Set aufbauen, Einleuchten… – aber wenn es zur Sache geht, dann ist es doch etwas ganz anderes. Licht, das sich während der Aufnahme verändert, Ton, Kamerabewegungen – alles Dinge, die in einem Foto niemals so wiedergegeben werden können und die beim Dreh eines Films nach erhöhter Aufmerksamkeit schreien. Die Art und Weise, wie Filmemacher mit solchen Situationen umgehen, finde ich bemerkenswert.

Abschließend muss ich sagen, dass es eine sehr interessante Erfahrung war und ich jedem nur empfehlen kann, sich mal mit bewegten Bildern auseinanderzusetzen. Mir haben die zwei Drehtage nicht nur Riesenspaß gemacht, sondern auch wieder aufgezeigt, zu welchen Leistungen die Menschen mit einem guten Team fähig sind. Natürlich ist so ein Videodreh auch sehr anstrengend. Ich habe die letzten Nächte sehr wenig geschlafen. Aber das war es wert. Alles in allem kann ich schwer beeindruckt auf die letztem Tage zurückblicken und auch ein wenig stolz sein, an solch einer Produktion einen kleinen Anteil zu haben.

In diesem Sinne nochmal vielen Dank an Chris und das Team!

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