Farbeinstellungen in Photoshop

Farben in Photoshop

Ein kalibrierter Bildschirm allein macht nicht glücklich. Damit die Farben “stimmen”, sollte auch die Arbeitsumgebung in Photoshop entsprechend konfiguriert sein. Das ist eigentlich keine große Sache und auf die wichtigsten Einstellungen möchte ich hier kurz eingehen.

Grundsätzlich werden die Farbeinstellungen in Photoshop unter ‘Bearbeiten’>’Farbeinstellungen’ festgelegt. Der Shortcut auf der Tastatur ist CMD+SHIFT+K auf dem Mac oder STRG+SHIFT+K auf dem PC.

Farbeinstellungen

Der Arbeitsfarbraum

Als Arbeitsfarbraum wird die Menge an Farben bezeichnet, die bei der Bildbearbeitung in Photoshop maximal dargestellt werden können. Man sollte den Arbeitsfarbraum weder zu klein, noch zu groß wählen. Als de facto Standard hat sich hier Adobe RGB 1998 eingebürgert. Vorallem wenn man seine Bilder später ausdrucken möchte, sollte man auf diesen Farbraum setzen. Ein zu großer Farbraum wie z.B. ProPhoto RGB macht aus technischer Sicht eigentlich keinen Sinn, da die meisten Monitore diesen Farbraum sowieso nicht abbilden können.

Neben dem RGB-Arbeitsfarbraum lässt sich außerdem auch der CMYK-Arbeitsfarbraum festlegen. Das kann für diejenigen wichtig sein, die Ihre Bilder im Offsetdruck ausgeben lassen wollen.

Eine weitere wichtige Einstellung findet sich weiter unten in diesem Dialog. Hier kann man Photoshop vorschreiben, wie er mit Dateien verfahren soll, deren angehängtes Farbprofil vom Arbeitsfarbraum abweicht oder die überhaupt kein Farbprofil angehängt haben. Das automatische Konvertieren in den Arbeitsfarbraum sollte man in diesem Fall unterlassen und lieber manuell vornehmen.

Kommentare:

  1. Dominik sagt:

    Um seinen Photoshop richtig einzustellen muss man sich natürlich erstmal überlegen was man überhaupt machen möchte. Arbeite ich im Printbereich wäre eciRGB_v2 die richtige Wahl. Coated27 ist hier auch schon veraltet, aktuell verwendet man Fogra39, erhältlich sind die Profile bei http://www.eci.org im Downloadbereich.
    Den Haken bei “Beim Einfügen wählen” sollte man auch noch anmachen, somit warnt PS beim zusammenfügen unterschiedlich profilierter Bilder.
    Wer dann noch auf “Mehr Optionen” klickt und das Adobe Modul und Relativ farbmetrisch bei den Konvertierungsoptionen auswählt hat alles richtig gemacht …
    Die Erfahrung hat aber gezeigt, dass die meisten User mit den Profilfehlermeldungen gar nichts anfangen können und sowieso unkontrolliert und somit meist falsch wandeln.

    Gruß aus München,
    Dominik

  2. Johannes sagt:

    Hi Dominik,

    vielen Dank für Deine Ergänzungen zum Printbereich. Hier sind sicherlich andere Einstellungen notwendig und man sollte sich immer vorher überlegen, was man mit seinen Bilder vor hat.

    Für meinen Workflow, spielen die Profile aus dem Printbereich eine eher untergeordnete Rolle, da ich mit Laboren und Ausbelichtern zusammenarbeite, die alle ihre eigenen Profile verwenden. Wenn es um Fotos geht, konvertiere ich diese lieber manuell in ein anderes Farbprofil. Dabei erziele ich erfahrungsgemäß mit “Perzeptiv” als Rendering Intent bessere, sprich realistischere, Ergebnisse.

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