Archiv für September 2009

Wer darf sich Fotograf nennen?

Auf diese Frage gibt es eine ganz einfache Antwort: Jeder! Edit: Jeder, der eine Fotografenausbildung genossen hat. Fakt ist: jeder darf selbstständig als Fotograf arbeiten (sich aber nicht so nennen), ohne einen Qualifikationsnachweis erbringen zu müssen, da dieser Handwerksberuf unter die Bezeichnung “zulassungsfreies Handwerk” fällt. Ob das jetzt gut oder schlecht ist und welche Konsequenzen das nach sich zieht, darüber wird in den einschlägigen Foren viel diskutiert.

Und wie ist das mit der Qualität?

Daran scheiden sich die Geister. Wie definiert man fotografische Qualität? Wie kann man als Kunde sicher sein, qualitativ hochwertige Arbeit zu erhalten, wenn jeder als Fotograf arbeiten darf, der eine Kamera halten kann? Kann jemand der autodidaktisch das Fotografieren gelernt hat überhaupt mit jemandem mithalten, der eine handwerkliche Fotografenausbildung genossen hat?

Namen sind Schall und Rauch

Meiner Meinung nach kann eine Berufsbezeichnung nichts über die fotografische Qualität aussagen. Im Gegenteil, sie kann oft über mangelhafte Qualität hinwegtäuschen.

Um es vielleicht kurz zu erwähnen: ja, ich bin ausgebildeter Fotograf. Und ja: nach dem Abschluss meiner Ausbildung habe ich mich oft gefragt: was ist das Ganze jetzt wert, wenn es eigentlich auch ohne gegangen wäre? Im Laufe der Zeit habe ich gelernt, dass es darauf überhaupt nicht ankommt. Was letztendlich zählt sind die Bilder!

Gute und schlechte Fotografen

Ich kenne sehr viele gute, ausgebildete Fotografen. Ich kenne aber mindestens genauso viele sehr gute, wenn nicht sogar bessere Autodidakten. Ich bin der Meinung, dass jeder für sich selbst verantwortlich ist, was die fotografischen Fähigkeiten anbelangt. In manchen Studios wird gut, in anderen wird schlecht ausgebildet. Oft bleibt es an einem selbst hängen, sich die Fertigkeiten anzueignen. Autodidakten haben hier sogar den Vorteil, frei von betrieblichen Zwängen lernen zu können.
Wer mit Leidenschaft und Eifer bei der Sache ist, sich weiterbildet und am Ball bleibt, der wird auch gute fotografische Arbeit abliefern – egal ob der einen Gesellen- oder Meisterbrief zu Hause hängen hat.

Wie ist das bei Euch? Wie seht Ihr das?

Kostenlose Photoshop-Aktion

Zum heutigen Sonntag habe ich eine Photoshop-Aktion für Euch zum Download bereitgestellt. Mit Hilfe dieser Aktion könnt Ihr Eure Bilder mit dem Hochpass-Filter schärfen. Wie das im einzelnen genau funktioniert, erfahrt Ihr in diesem Screencast.

Hier könnt Ihr die Aktion downloaden.

Falls der Download nicht automatisch beim Klicken startet, klickt mit der rechten Maustaste auf den Link und wählt “Ziel speichern unter…”. Wenn Ihr Fragen oder Anregungen für weitere Tutorials und Screencasts habt – immer her damit!

Nützliche Cheat Sheets

Wer Bilder am Computer bearbeitet, der kennt das: viele Arbeitsabläufe wiederholen sich, oft ruft man routiniert immer die gleichen Funktionen in Photoshop oder Lightroom bzw. Aperture auf. Wer hier etwas Zeit sparen will, der kann auf eine Fülle von Keyboard Shortcuts zurückgreifen und sich das Leben damit ein bißchen einfacher machen.

Um den Überblick über diese Unmengen an Shortcuts zu behalten gibt es sog. Cheat Sheets. Diese kann man sich ausdrucken und neben den Arbeitsplatz hängen. So hat man alle Shortcuts immer parat. Ich habe Euch mal ein paar nützliche Cheat Sheets für Adobe Photoshop, Adobe Lightroom und Aperture zusammengestellt.

So macht Ihr Eure Kamera wetterfest

Nach diesem Statement auf Twitter vor kurzem, wurde ich mehrfach gefragt, wie ich denn meine Kamera wetterfest mache, um damit zum Beispiel bei Regen draußen fotografieren zu können.

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Vorweg möchte ich eines klarstellen: es gibt mit Sicherheit eine super-fancy Lösung eines Zubehörherstellers. Aber darum geht es hier nicht. Spart Euer Geld für die wichtigen Dinge in der Kameratasche. Ich zeige Euch hier, wie man seine Kamera mit “Hausmitteln” für den Einsatz im Regen fit machen kann.

Die Gefrierbeutel-Gummi-Methode

Gefrierbeutelmethode

… bezeichnet schon die zwei wichtigen Dinge, die Ihr dafür braucht, nämlich einen Gefrierbeutel und ein Gummiband. Die Größe des Gefrierbeutels sollte so gewählt sein, dass Eure Kamera genug Spielraum hat. Das ist z.B. dann wichtig, wenn Ihr Zoomobjektive benutzt, die in Ihrer Länge variieren.

Gefrierbeutelmethode

Als erstes schneidet Ihr eine Ecke des Gefrierbeutels ab. Dann steckt Ihr Eure Kamera in den Beutel und steckt die Frontlinse durch das Loch. Am besten zoomt Ihr das Objektiv vorher auf maximale Länge, dann hat der Tubus nachher genug Platz, sich zu “entfalten”. Anschließend fixiert Ihr den Beutel mit dem Gummiband.

Eure Kamera sollte jetzt für den Einsatz im Regen gerüstet sein. Das Ganze sieht zwar nicht so schick aus, darum geht es ja aber auch nicht. Bewährt hat sich das bei mir allemal. Von Zeit zu Zeit solltet Ihr kontrollieren, ob der Gefrierbeutel wirklich dicht ist. Am besten nehmt Ihr einen Ersatzbeutel mit. Viel Spaß beim Ausprobieren!

Quicktipp: Pinselbewegungen in Photoshop

Vielleicht kennt Ihr das Problem: Ihr arbeitet mit dem Pinsel in Photoshop und möchtet gerade Linien ziehen, um z.B. eine Ebenenmaske zu beabeiten. Freihändig mit dem Pinsel alleine ist das ein nahezu unmögliches Unterfangen.

Hier ein kleiner Tipp für Euch: Haltet beim Malen mit dem Pinsel die SHIFT-Taste gedrückt. Dadurch wird der “Bewegungsradius” des Pinselwerkzeugs eingeschränkt und Ihr könnt gerade Linien in 45° Schritten malen. Vielen dürfte dieser Trick vielleicht auch bekannt sein.

Was aber, wenn man beispielsweise eine gerade Linie malen möchte, die nicht in die 45° Grad Abstufungen passt? Ganz einfach: Zunächst wählt Ihr den Startpunkt Eurer Linie aus (einmal klicken). Danach bewegt Ihr den Pinsel zum Endpunkt Eurer Linie, haltet die SHIFT-Taste gedrückt und klickt erneut. Photoshop zeichnet Euch damit eine saubere Linie zwischen den beiden Punkten.