An der Überschrift könnt Ihr erkennen, dass dieser Artikel nicht der einzige seiner Art bleiben wird. Aus Gründen der Komplexität habe ich mich dafür entschieden, das Thema RAW-Workflow aufzuteilen und in mehreren Artikeln abzuhandeln. Wieviele einzelne Artikel das am Ende sein werden, kann ich noch nicht genau sagen. Fest steht aber: abschließend werde ich ein PDF zusammenstellen, welches alle Artikel enthält. Dieses PDF könnt Ihr Euch dann hier downloaden.
RAW-Daten sind eine feine Sache. Um die Vorzüge der Rohdaten richtig nutzen zu können, empfiehlt es sich, sich einen eigenen Workflow anzutrainieren. Im folgenden beschreibe ich meinen Workflow – Arbeitsabläufe, die mir in den letzten Jahren geholfen haben, den Überblick zu behalten und zu guten Ergebnissen zu kommen.
Kartenchaos?!
Mein RAW-Workflow beginnt sehr früh. Nicht selten schießt man mehrere Speicherkarten in einem Shooting voll. Bereits hier kann man durcheinander kommen: welche Karte hatte ich jetzt zuerst? Welche war als nächstes in der Kamera? Hier einige kurze Tipps, um mit dem Chaos umzugehen:
- Karten formatiere ich grundsätzlich, wenn ich sie in die Kamera stecke. Bilder von verschiedenen Shootings auf einer Karte sorgen beim Einlesen für unnötige Verwirrung.
- Natürlich werfe ich vorher nochmal einen Blick auf die Karte – nie ungesehen formatieren!
- Wenn die Karte voll ist, wandert sie in die Fototasche und wird dort als voll markiert. Das lässt sich auf vielerlei Art und Weise bewerkstelligen, z.B. mit Klebepunkten, entsprechend markierten Kartenhüllen etc.
- Reihenfolge einhalten! Auch das ist wichtig für das Einlesen später. Hier können mit Zahlen beschriftete Klebepunkte helfen.
Von der Kamera auf den Computer
Der nächste Schritt ist sehr wichtig (vielleicht einer der Wichtigsten): Das Einlesen der Bilder. Unabhängig davon ob Ihr Lightroom, Aperture oder einen anderen RAW-Konverter benutzt, solltet Ihr Euch ein System zur Archivierung und Benennung der Bilder überlegen, in dem Ihr Eure Bilder schnell wieder findet. In meinem Fall haben sich folgende Schritte bewährt:
- Jedes Shooting erhält eine Projektnummer und einen Namen. Diesen verwende ich für alles, was mit dem entsprechenden Projekt zu tun hat. Ein solcher Ordner hat beispielsweise folgenden Namen: Nr._Shootingname.
- In diesem Ordner erstelle ich einen Ordner mit dem Namen RAW. Dort hinein importiere ich die RAW-Daten.
- Jede RAW-Datei erhält einen Namen im folgenden Fomat: Datum_Projektnummer_Bildnummer. Das sieht dann z.B. so aus: 2009_03_15_49_201.CR2
- Beim Importieren der Bilder füge ich den Bildern einen vordefinierten Satz von Metadaten hinzu, der u.a. Informationen zum Copyright, Autor etc. enthält.
Mit dieser Methode kann ich die einzelnen Projekte klar voneinander abtrennen, beim Zusammenstellen von Bildersammlungen kann ich jedes Bild trotzdem einem bestimmten Projekt zuordnen. Die RAW-Daten bleiben immer im RAW-Ordner. Für exportierte Bilder, lege ich extra Ordner an, aber dazu kommen wir noch.
Das war der erste Streich, im zweiten Teil wird es um die Sortierung und Bildauswahl gehen. Stay tuned!

