Archiv für März 2009

Screencast: Freistellen mit dem ‘Extrahieren’-Werkzeug

In meinem dritten Screencast zeige ich Euch, wie man mit Photoshop-Bordmitteln Objekte freistellen und in andere Bilder einfügen kann.

Um das Video in HD-Qualität im Vollbildmodus zu sehen, müsst Ihr Euch das Ganze auf Vimeo anschauen. Dazu klickt Ihr einfach im Player auf ‘Vimeo’.

Gastartikel auf fotoholiker.com

Nachdem ich letzte Woche eine Table-Top-Aufnahme einer Zitrone auf flickr veröffentlicht hatte, wurde ich gefragt, ob ich nicht Lust hätte, einen Gastartikel über das Thema Table-Top-Fotografie auf fotoholiker.com zu schreiben. Dieser Bitte bin ich natürlich sehr gerne nachgekommen, das Ergebnis könnt Ihr hier lesen.

Buchempfehlung / Back To The Roots

Wer mir auf Twitter folgt, der hat es vielleicht schon mitbekommen, ich liebe alte Fotolehrbücher. Und wenn ich sage alt, dann meine ich den Zeitraum von ca. 1970 bis 1990. Jetzt mögen vielleicht einige sagen: “Was soll das denn bringen? Solche alten Schinken, heute ist doch alles digital und sowieso ganz anders…”. Das stimmt aber nur zu einem kleinen Teil. Je öfter ich mir solche Bücher durchlese, umso häufiger fällt mir auf: manche Dinge ändern sich nie!

Trotz Megapixel-Hype und Photoshopping-Trends sind ein paar grundlegende Dinge gleich geblieben, die sich jeder Fotograf ab und zu mal wieder ins Gedächtnis rufen sollte:

  • Das Bild entsteht immernoch im Kopf des Fotografen. Keine Kamera der Welt ist kreativ, oder “macht bessere Bilder” als eine andere. Die Kamera ist nur ein Werkzeug, nicht mehr und nicht weniger.
  • Komposition, Lichtführung und das Auge für ein Motiv: auch das sind Dinge, die keine Hasselblad H3DII-50 mit 50 Megapixeln mitbringt, geschweige denn ersetzen kann.
  • Sauber fotografieren: Auch wenn man oft denken mag, “das mach’ ich später im Photoshop weg…”, ist das vielleicht nicht immer der richtige Ansatz. Oft erspart man sich mit 10 Minuten mehr Aufwand vor der Aufnahme stundenlanges Retuschieren hinterher.
  • Richtig belichten: wenn ich in meiner mehrjährigen Tätigkeit eines beobachtet habe, dann dass Belichtungsmesser total out sind. Einige wenige benutzen sie noch, die meisten verlassen sich auf ihr Display und evtl. noch auf das Histogramm. Die Automatiken heute sind zwar gut, der Blick auf einen externen Belichtungsmesser schadet in den seltensten Fällen. Im Gegenteil, oft hilft er einem, das Licht und die Lichtsituation richtig zu verstehen.

So, genug gepredigt :) Ach ja, Buchvorstellung! Das Buch, welches ich Euch gerne vorstellen möchte heißt schlicht und ergreifend Grosse Fotolehre, ist von Andreas Feininger geschrieben und u.a. bei Amazon erhältlich (Erstveröffentlichung war übrigens 1978).

Ich bin sicher, einige haben davon bestimmt schon gehört, und ich kann jeden nur ermutigen, das Buch wirklich zu lesen. Die Betonung liegt hier deshalb auf Lesen, weil so gut wie keine Bilder auf den knapp 480 Seiten zu finden sind. Keine “Schritt-für-Schritt-so-mach-ich-bessere-Bilder-Anleitungen”, sondern gute Beobachtungen, interessante Denkansätze und feinsinniger Humor mit einigen Seitenhieben gegen sog. “Gearheads”, also Leute, denen Equipment über alles geht . Wer ein Buch über den letzten (digitalen) Schrei lesen will, der sollte das Buch nicht kaufen, aber allen, die mal wieder abseits des Pixelwahns etwas mehr über das “Wesen” der Fotografie nachdenken möchten, denen sei dieses Buch wärmstens empfohlen.

Habt Ihr das Buch schon gelesen und möchtet etwas dazu sagen? Oder könnt Ihr ein anderes Buch empfehlen? Dann scheut Euch nicht, mir das mitzuteilen und schreibt mir eine Email oder hinterlasst mir einen Kommentar.