Review: Online-Zusammenarbeit mit Dropbox

Wer kennt das nicht? Man arbeitet zusammen an einem Projekt, hält oft nur per Email oder Twitter Kontakt, und muss trotzdem immer auf dem neuesten Stand der Dinge bleiben. Nachdem ich nun schon einige Varianten und Online-Sync-Tools ausprobiert und für unzureichend befunden habe, bin ich bei Dropbox hängen geblieben, da es mich einfach überzeugt hat. Ich möchte hier kurz einige meiner Erfahrungen mit Dropbox in einer kleinen Review schildern.

Wie funktioniert Dropbox?

Dropbox ist ein Online-Dienst, bei dem man nach kostenloser Registrierung 2GB Speicherplatz zur Verfügung gestellt bekommt. Im Web-Interface von Dropbox kann man Dateien hochladen, kopieren, umbenennen usw. Außerdem bietet Dropbox eine Diashow-Funktion für Bilder, sowie einen “Public”-Ordner. Kopiert man Dateien in diesen Ordner, sind diese für jedermann im Browser abrufbar.
Die eigentliche Stärke von Dropbox liegt aber ganz woanders: in der Integration ins Betriebssystem.

Integration ins Betriebssystem

Dropbox

Dropbox lässt sich in Mac OS X, in Windows und in Linux integrieren und ist damit sehr einfach zu benutzen. Nach Installation der ebenfalls kostenfreien Client-Software, kann man Dropbox, wie jeden anderen Ordner auch, mit Dateien füttern. Synchronisiert wird der Ordner automatisch. Das heißt wenn jemand an einem Rechner, der den gleichen Dropbox-Account verwendet wie ich, eine Datei ändert, habe ich diese geänderte Datei (je nach Übertragungsgeschwindigkeit) Sekunden später in meinem lokalen Dropbox-Ordner. Klingt simpel? Ist es auch, und es funktioniert!

Was kann Dropbox noch?

Folders

Man kann Dropbox aber nicht nur für die Online-Zusammenarbeit verwenden. Auch als externe Backup-Festplatte ist Dropbox eine echte Alternative. Wem die 2GB Speicherplatz zu wenig sind, der bekomm für knapp 100 Dollar im Jahr 50GB Speicherplatz zur Verfügung gestellt.
Ein weiteres Feature von Dropbox ist die Wiederherstellung gelöschter Dateien, die bisher leider nur im Web-Interface möglich ist.
Was mir aber am Besten gefällt ist die eingebaute Versionskontrolle. Dropbox verfolgt automatisch alle Änderungen an Dateien und kann ältere Versionen von Dateien wieder herstellen. Auch das geht bisher leider nur im Web-Interface.

Fazit

Dropbox ist für alle, die online zusammenarbeiten und immer auf dem neuesten Stand sein müssen, ein gutes Werkzeug. Was mir noch fehlt, ist die Versionskontrolle auf Desktop-Basis und ein ordentlicher Client für das iPhone.

Kommentare:

  1. Andreas sagt:

    Hallo,

    ein interessanter Artikel über Dropbox. Leider ist der Punkt, wie Online-Zusammenarbeit genau funktioniert etwas kurz gekommen. Hätten Sie da vielleicht ein paar Anregungen für mich, wie Sie das konkret handhaben?

    Vielen Dank und viele Grüße
    Andreas

  2. Johannes sagt:

    @Andreas: Konkret sieht es so aus, dass ich mir meinen Dropbox-Account teile. Das bedeutet: jeder, der mit mir online zusammenarbeitet, benutzt denselben Account (gleicher Benutzername und gleiches Passwort). Den Rest übernimmt die Client-Software. Diese erkennt, wann sich Dateien ändern und lädt diese im Anschluss auf den Server. Werden neue Dateien auf den Server geladen, erkennt dies die Client-Software auf den anderen Computern und lädt diese Dateien sofort runter.

  3. Andreas sagt:

    Hallo Johannes,

    vielen Dank für den Tipp. Bin gerade beim googlen noch über “Shared Folders” gestolpert. Damit sollte es auch funktionieren.

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