Wenn es um die Bildpräsentation im Online-Bereich geht, gibt es zahllose Möglichkeiten der Umsetzung, die alle mit mehr oder weniger großem Aufwand und/oder technischem Hintergrundwissen realisiert werden können. Das Spektrum reicht dabei von einfachen HTML-Templates über JavaScript-gesteuerte Galerien, bis hin zu dynamischen Flashpräsentationen. Eine dieser Möglichkeiten, die ich auch selbst seit zwei Jahren erfolgreich einsetze und hier kurz vorstellen möchte ist SlideShowPro.
Was ist SlideShowPro?

SlideShowPro ist ein auf Flash basierendes Präsentationssystem, welches nicht nur Bilder, sondern auch Video- und Sounddaten wiedergeben kann. Die Bilder (oder Filme etc.) werden von diesem Flashfilm mittels einer einfachen XML-Datei geladen, d.h. man muss kein Flash-Guru sein, um SlideShowPro zu verwenden, ein einfacher Texteditor und ein Blick in die Beispieldateien reicht normalerweise aus. Das Plug-In kommt in zwei verschiedenen Varianten daher: zum einen als Erweiterung für Flash, zum anderen als Plug-In für Adobe Lightroom. Ich werde mich in dieser Review auf die von mir genutzte Flash-Erweiterung beschränken.
Download und Installation
Nach dem Erwerb einer Single-User-License (kostet derzeit 29 Dollar), kann man sich die Software im Kundenbereich auf der Herstellerwebsite herunterladen. Neben der Flash-Erweiterung, befindet sich im Download-Archiv noch eine Stand-Alone-Version von SlideShowPro, die per XML-Datei ihre Größe und Ihr Aussehen verändern kann. Um die Flash-Erweiterung zu installieren, genügt in der Regel ein Doppelklick. Der Flash-Extension-Manager meldet die korrekte Installation und weist darauf hin, Flash ggf. neu zu starten. Wer kein Flash besitzt, kann sich bei Adobe eine kostenlose Demo-Version herunterladen, damit kann man seine Slideshows ebenfalls erstellen und nach Ablauf der Testphase weiterhin verwenden.
Nach der Installation sollte die das Plug-In nun im Komponenten-Fenster von Flash zu finden sein. Wer eine deutsche Version von Flash benutzt, findet dort allerdings erstmal nichts, da die Erweiterung standardmäßig in das Verzeichnis der englischsprachigen Version kopiert wird. Ein Blick in die auch sonst sehr hilfreiche Dokumentation hilft hier schnell weiter.
Anpassung an eigene Bedürfnisse

Hat man die Installation hinter sich gebracht, kann man gleich loslegen und seine erste Slideshow erstellen. Ein Blick in die Dokumentation verrät einem die wichtigsten Schritte. Im Komponenten-Inspektor von Flash lässt sich SlideShowPro sehr gut an die eigenen Bedürfnisse anpassen. Es können Farben, Typografie, Verhalten, Ansichtsmodi, Bildintervalle, Übergänge uvm. eingestellt werden. Nach getaner Arbeit wird der Flashfilm exportiert und kann mittels einer XML mit Bildern versorgt werden.
Erweiterbarkeit
SlideShoPro lässt sich mit einigen Features erweitern: So bieten der Hersteller z.B. ThumbGrid an, mit dessen Hilfe sich beliebige Thumbnail-Raster erstellen lassen, die zur Navigation mit SlideShowPro gekoppelt werden können. Wer seine Bildinhalte ganz bequem verwalten möchte und keine Lust hat, die erforderlichen XML-Dateien selbst zu schreiben, der sei auf SlideShowPro Director verwiesen. Dabei handelt es sich um ein Content-Management-System, welches Bilder verwalten und die XML-Dateien automatisch erzeugen kann.
Außerdem gibt es nette Extras wie ein Export-Script für Adobe Photoshop oder für iPhoto zum Download.
Fazit
Ich halte SlideShowPro für ein sehr nützliches Werkzeug, wenn es darum geht, Bilder online zu präsentieren. Die Einarbeitungszeit ist recht kurz, Vorkenntnisse sind kaum notwendig und die englischsprachige Dokumentation sowie das Userforum lassen kaum Fragen offen. Ich kann das Tool nur weiterempfehlen. Das Plug-In für Adobe Lightroom habe ich leider nicht getestet, sollte aber ähnlich einfach funktionieren!

