Archiv für Februar 2009

Review: Online-Zusammenarbeit mit Dropbox

Wer kennt das nicht? Man arbeitet zusammen an einem Projekt, hält oft nur per Email oder Twitter Kontakt, und muss trotzdem immer auf dem neuesten Stand der Dinge bleiben. Nachdem ich nun schon einige Varianten und Online-Sync-Tools ausprobiert und für unzureichend befunden habe, bin ich bei Dropbox hängen geblieben, da es mich einfach überzeugt hat. Ich möchte hier kurz einige meiner Erfahrungen mit Dropbox in einer kleinen Review schildern.

Wie funktioniert Dropbox?

Dropbox ist ein Online-Dienst, bei dem man nach kostenloser Registrierung 2GB Speicherplatz zur Verfügung gestellt bekommt. Im Web-Interface von Dropbox kann man Dateien hochladen, kopieren, umbenennen usw. Außerdem bietet Dropbox eine Diashow-Funktion für Bilder, sowie einen “Public”-Ordner. Kopiert man Dateien in diesen Ordner, sind diese für jedermann im Browser abrufbar.
Die eigentliche Stärke von Dropbox liegt aber ganz woanders: in der Integration ins Betriebssystem.

Integration ins Betriebssystem

Dropbox

Dropbox lässt sich in Mac OS X, in Windows und in Linux integrieren und ist damit sehr einfach zu benutzen. Nach Installation der ebenfalls kostenfreien Client-Software, kann man Dropbox, wie jeden anderen Ordner auch, mit Dateien füttern. Synchronisiert wird der Ordner automatisch. Das heißt wenn jemand an einem Rechner, der den gleichen Dropbox-Account verwendet wie ich, eine Datei ändert, habe ich diese geänderte Datei (je nach Übertragungsgeschwindigkeit) Sekunden später in meinem lokalen Dropbox-Ordner. Klingt simpel? Ist es auch, und es funktioniert!

Was kann Dropbox noch?

Folders

Man kann Dropbox aber nicht nur für die Online-Zusammenarbeit verwenden. Auch als externe Backup-Festplatte ist Dropbox eine echte Alternative. Wem die 2GB Speicherplatz zu wenig sind, der bekomm für knapp 100 Dollar im Jahr 50GB Speicherplatz zur Verfügung gestellt.
Ein weiteres Feature von Dropbox ist die Wiederherstellung gelöschter Dateien, die bisher leider nur im Web-Interface möglich ist.
Was mir aber am Besten gefällt ist die eingebaute Versionskontrolle. Dropbox verfolgt automatisch alle Änderungen an Dateien und kann ältere Versionen von Dateien wieder herstellen. Auch das geht bisher leider nur im Web-Interface.

Fazit

Dropbox ist für alle, die online zusammenarbeiten und immer auf dem neuesten Stand sein müssen, ein gutes Werkzeug. Was mir noch fehlt, ist die Versionskontrolle auf Desktop-Basis und ein ordentlicher Client für das iPhone.

Screencast: Shootings mit MindNode planen

Um bei den Vorbereitungen für ein Fotoshooting nicht den Überblick zu verlieren, ist eine gute Planung das A und O. Eine gute Möglichkeit, solch einen Plan festzuhalten ist eine Mindmap. Vor einiger Zeit bin ich auf MindNode gestoßen, ein elegantes und schnelles Mindmapping-Tool für den Mac. Wie schnell und einfach es ist, damit seine Gedanken zu erfassen, festzuhalten und anschaulich darzustellen, habe ich Euch in einem Screencast zusammengefasst. Viel Spaß damit!

Wenn auch Ihr Lust bekommen habt, Mindnode mal auszuprobieren, dann besucht doch einfach die Website des Entwicklers. Wer die Pro-Version mit noch mehr coolen Features erwerben möchte, der sollte sich die aktuelle Folge des Digitalen Grundrauschens Podcast nicht entgehen lassen. Als Hörer erhaltet Ihr beim Kauf der Pro-Lizenz 20% Rabatt. Außerdem gibt es bis zum 1. März drei Lizenzen zu gewinnen. Mithören und Mitmachen lohnt sich also!

Screencast: Pimp-Your-Portrait

In meinem ersten Screencast zeige ich Euch, wie Ihr mit ein paar kleinen Tricks Eure Portraits ein wenig “aufpimpen” könnt.

Um das Video in HD-Qualität im Vollbildmodus zu sehen, müsst Ihr Euch das Ganze auf Vimeo anschauen. Dazu klickt Ihr einfach im Player auf ‘Vimeo’. Feedback ist natürlich ausdrücklich erwünscht!

10 Online-Bildbearbeitungs-Tools im Test

Nicht nur diejenigen, die nur ab und zu mal ein Bild bearbeiten möchten, sondern vorallem jene, die unterwegs (und nicht am heimischen Computer) Zugang zu einem Bildbearbeitungsprogramm brauchen, werden vielleicht schon über sie gestolpert sein: Online-Bildbearbeitungs-Tools. Im folgenden findet Ihr 10 dieser selbst für eingefleischte Photoshop-Freaks nicht ganz uninteressanten Anwendungen:

Photoshop-Klone

Diese Tools orientieren sich stark am großen Bruder. Sie haben eine “photoshop-ähnliche” Oberfläche und bieten eine erstaunliche Funktionsvielfalt: Tonwertkorrektur, Kurven, Kopierstempel und Filter und mehr.

Editoren mit Social Networking – Anbindung

Diese Bild-Editoren sind etwas anders aufgebaut als die Photoshop-Klone, haben aber nicht selten einen ähnlichen Funktionsumfang. Sie sind eher für Anfänger geeignet. Sie bieten außerdem die Möglichkeit, Bilder direkt aus Social Networking Plattformen und Hostingservices wie flickr, photobucket, smugmug, picasa etc. zu importieren und die bearbeiteten Bilder auch dort zu speichern.

Bilderverwaltung mit Bearbeitungsfunktionen

Direkt aus dem Hause Adobe kommt Photoshop Express. Nach kostenloser Registrierung kann man hier seine Bilder online in Alben ablegen, mit anderen teilen und natürlich auch bearbeiten.

Kleinere Tools

Diese Editoren bieten einen geringeren Funktionsumfang, kommen dafür aber ohne Flash aus. Für alle, die nur schnell Größe und Ausrichtung eines Bildes ändern wollen und mit minimalen Anpassungsmöglichkeiten zufrieden sind.

Livesituationen im Studio simulieren

Wer mir auf Twitter folgt, der hat es vielleicht bereits mitbekommen: am vergangenen Wochenende stand mal wieder ein Band-Shooting in meinem Terminkalender. Diesmal sollten Portraits einer Rockband gemacht werden, die jeden einzelnen Musiker samt Instrument in einer Livesituation zeigen.

Vorüberlegungen

Die erste Überlegung hierbei ist natürlich: Wo soll das Ganze fotografiert werden? Am einfachsten wäre natürlich ein realer Liveauftritt gewesen. Allerdings haben wir uns nach einigen Überlegungen dagegen entschieden und die Bilder im Studio umgesetzt, und zwar aus folgenden Gründen:

  • Das Studio bietet maximale Kontrolle über die Lichtverhältnisse.
  • Die Musiker können isoliert dargestellt werden. Eine Tatsache die den Portraitcharakter der Aufnahmen unterstreicht.
  • Die Einstellungen lassen sich beliebig oft wiederholen.
  • Die Studiobeleuchtung erlaubt wesentlich geringere Empfindlichkeiten und damit weniger Bildrauschen.
  • Der Zeitrahmen spielt natürlich auch eine Rolle: Es stand derzeit kein Liveauftritt mit attraktiver Kulisse auf dem Programm.

Set-Aufbau

Drums

Im folgenden möchte ich den Lichtaufbau und meine Gedanken dazu anhand zweier Aufnahmen erläutern. Die erste Aufnahme rechts zeigt den Drummer der Band. Hierbei kamen drei Lichtquellen zum Einsatz (siehe Darstellung unten): Eine Lampe mit Normalreflektor direkt von oben über dem Drumset (1), eine weitere mit Wabengitter und rosa Farbfolie als Streiflicht von rechts (2) und schließlich eine letzte ohne Reflektor (barebulb) hinter dem Drummer(3). Das Licht von oben beleuchtet sowohl das Gesicht des Drummers, als auch die Felle der einzelnen Drums, die sich wiederum unten in den Becken spiegeln. Das Steiflicht mit der Farbfolie imitiert einen Bühnenscheinwerfer und sorgt für mehr “Live-Feeling”. Das Gegenlicht sorgt für die nötige Kontur am Kopf des Drummers.

LightingSetup

Guitar

In der zweiten Aufnahme, welche den Gitarristen zeigt, habe ich ein etwas anderes Setup verwendet. Auch hier verwende ich drei Lichtquellen (siehe Darstellung unten): Eine Lampe in Bodennähe mit Wabengitter und gelber Folie links vom Modell (1), eine weitere mit rosa Farbfolie als Streiflicht (2) und schließlich erneut eine Lampe ohne Reflektor hinter dem Modell. Die beiden Lampen mit Farbfolien ersetzen die Bühnenscheinwerfer. Die Lampe in Bodennähe sorgt dafür, dass die Gitarre ausreichende Details erhält. Das Gegenlicht, welches ich in diesem Beispiel bewußt mit ins Bild genommen habe, soll ebenfalls einen Bühnenscheinwerfer darstellen.

LightingSetup Guitar

Noch ein paar Worte zur Bearbeitung: Die Bilder wurden in Aperture im Hinblick auf Kontrast und Sättigung etwas optimiert und in Photoshop stellenweise abgedunkelt.

Schlußbemerkungen

Natürlich kann eine inszenierte Liveaufnahme eine Echte nie ersetzen, dafür fehlen einfach zuviele Details wie z.B.: Bühnenaufbauten, Publikum etc. Allerdings waren die Gründe für Studioaufnahmen in diesem Fall vernünftig und gut durchdacht.